Geschichte

Wie kam es zur Gründung der Genossenschaft?

Die Initiatoren Bernhard Müller und Kerstin Behrendt haben 2005 beschlossen auf dem Pflugherrenhof eine Biogasanlage zu bauen. Diese ist seit August 2006 in Betrieb. Sie erzeugt nicht nur 100 kW elektrische sondern auch 120 kW thermische Leistung. Es war immer das Ziel diese Wärme sinnvoll einzusetzen.

Georg Wagner (Hausverwaltung Alpenresidenz) ist von Anfang an mit dabei. Die ersten Überlegungen gingen dahin nur die Alpenresidenz an die Biogasanlage anzuschließen. Das Problem war aber, dass die Anlage im Sommer wie im Winter gleich viel Wärme produziert. Das bedeutet, das im Sommer zuviel Wärme zur Verfügung steht und im Winter die Spitzenlast nicht abgedeckt werden kann.

Die Lösung ist, die Biogasanlage liefert die Grundlast des Wärmebedarfs und für die Spitzenlast wird ein zusätzliches Heizkraftwerk benötigt.

Ein Holzhackschnitzelheizwerk bietet sich in Weitnau förmlich an. Diese Investition macht aber nur Sinn wenn mehrere Wärmeabnehmer vorhanden sind.

Die nächsten Überlegungen gingen dahin, Unteres Ösch, Bahnhofstrasse, Kaplaneiweg und Bachsiedlung mit anzuschließen.

Der Gemeinde haben wir im Herbst 2007 das Projekt vorgestellt, allerdings wurde es wegen der anstehenden Kommunalwahl nicht angenommen.

Unser neuer Bürgermeister, Herr Alexander Streicher hat schon im Wahlkampf großes Interesse an dem Projekt:

Wir Weitnauer machen uns von fossilen Brennstoffen unabhängig!

gezeigt.

Das ist das Plakat mit dem wir zu unseren ersten Informationsabend eingeladen haben. Es waren viele an diesem Projekt interessiert und deshalb wurde beschlossen weiter daran zu arbeiten und eine Genossenschaft zu gründen.  

Durch viel Vorarbeit von den Gründungsmitglieder wurde die Genossenschaft am 30. Oktober 2008 gegründet.

Durch die Finanzkrise kam aber leider auch unser Projekt fast zum Stillstand aber nicht zum Erliegen. Wir haben trotzdem weiter daran gearbeitet, uns verschiedene Hackschnitzelheizanlagen angeschaut, Angebote verglichen und das Projekt nie aus den Augen verloren.

Erst im Oktober 2010 haben wir beschlossen das Projekt jetzt doch umzusetzen. Im Januar 2011 war die Wirtschaftlichkeitsprüfung mit positven Ergebnis abgeschlossen und am 10. März wurde unsere Genossenschaft im Genossenschaftsregister Kempten eingetragen. Nur wenige Tage später haben wir den Förderantrag bei der kfw-Bank gestellt. Leider wurde dieser erst am 8. Juni positiv entschieden. 

Schnurgerüst

Am 12. Juni stand das Schnurgerüst für den Bau der Halle,

Abtragen des Humus

am 20. Juni wurden die Arbeiten begonnen

Hebauf am 28. November 2011

und waren am 23. November 2011 fast abgeschlossen.

Ende Juli 2012 waren auch die Außenanlagen fertig.

Bilder vom Leitungsbau

Hauptleitung

Hauptleitung 1

Ende November 2011 wurden die Arbeiten am Leitungsnetz, wetterbedingt, eingestellt. Wir haben es geschafft, die Hauptleitung mit den Hausanschlüssen vom Heizwerk bis zur Schule zu verlegen.

Am 6. Dezember 2012 ging die Anlage mit 5 Wärmeabnehmern in Betrieb.

Der Leitungsbau wurde am 10. April 2012 fortgesetzt,

am 15. Mai waren die Bauarbeiter in der Marktstr.

und am 6. Juli 2012 wurden sie mit dem Unteren Ösch abgeschlossen. Es wurden insgesamt 3.470 m Leitungen verlegt  und 52 Übergabestationen eingebaut. Der kalkulierte Wärmebedaft beträgt pro Jahr 2.400 MWh.